Pflegeroutinen in der Kita zur Bildungs- und Beziehungsförderung nutzen
Darum geht's
Wickeln, Händewaschen, An- und Ausziehen findet im Kita-Alltag viele Male statt: Routinehandlungen, die oft selbstverständlich umgesetzt und in ihrer Bedeutung unterschätzt werden. Denn es handelt sich hier nicht nur um eine Notwendigkeit im Alltag – diese Situationen bergen Potenzial. Es können wertvolle Momente entstehen, bei denen die Beziehung zwischen Kind und pädagogischer Fachkraft gestärkt werden kann. Darüber hinaus bieten diese Situationen die Gelegenheit, das Kind in seiner Entwicklung, seinem Autonomiebestreben und dessen Selbstbild zu fördern.
Pflegeroutinen stellen die Ausgangslage für das Wohlbefinden des Kindes in der Kita dar, denn in diesen Momenten erfährt ein Kind sehr konkret, ob es wohlwollend und wertschätzend behandelt wird oder nicht. Durch Stress oder andere Faktoren seitens der Fachkräfte kann es auch in eben diesen Momenten zu sozialer Kälte kommen oder übergriffiges Verhalten entstehen.
Auf einen Blick:
- Wie können Pflegeroutinen wie z.B. Essen/Füttern, Schlafen, Wickeln, An- und Ausziehen, etc. in der Kita positiv gestaltet werden?
- Wie können Kinder bei der Entwicklung von Selbstpflegekompetenzen unterstützt werden?
- Wie werden Tagesroutinen wie Mahlzeiten, Garderobe, Wickeltisch oder Schlaf zu Entwicklungs- und Bildungsorten?
- Kleiner Wechsel, große Wirkung: Mikrotransitionen in die Routinen hinein und wieder heraus gestalten
- Zusammenarbeit mit Eltern
- Reflexion und Beispiele aus der Praxis
Dieses Thema kann auch als Vortrag oder Elternabend gestaltet werden.